Donnerstag, 8. Dezember 2011

Die Gründe für Wollitz' Abschied

Was für ein Schock für alle Fans und Sympathisanten von Energie Cottbus. Claus-Dieter Wollitz, genannt Pele, hat sein Amt beim Zweitligisten mit sofortiger Wirkung niedergelegt und das Arbeitsverhältnis gekündigt. "Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht und denke, eine intakte Mannschaft zu übergeben und ein bestelltes Feld zu hinterlassen", sagte Wollitz und fügte an: "Die vergangenen Monate haben in meiner Funktion als Cheftrainer mit Managementfunktion viel Kraft gekostet." Doch was genau hat so viel Kraft gekostet? Fakt ist: Wollitz war mit vielem in Cottbus nicht mehr zufrieden, so gab es schon seit geraumer Zeit interne Spannungen mit dem Vorstand, zu schwerwiegend die Abgänge, absolute Leistungsträger wie Nils Petersen oder Leonardo Bittencourt wurden verkauft. Auch die Fans sorgten immer wieder für Probleme, Wollitz zeigte sich immer mehr verärgert über deren disziplinloses und unmögliches Benehmen, wie z.B im Pokalspiel gegen den VFL Wolfsburg. Seitdem drohte er immer wieder mit einem Ende bei Energie, sollten sich die Fans nicht zusammenreißen, auch einer Vertragsverlängerung wollte er nicht frühzeitig zustimmen, lehnte die Offerten des Aufsichtsrates immer wieder ab.
Der Verlust des leidenschaftlichen und emotionalen Trainers, dürfte Cottbus sehr schmerzen und das zurecht, denn mit ihm gab es in der Lausitz wieder eine neue Richtlinie, vorbei mit talentlosen Osteuropäern, man setzte wieder auf junge, hungrige deutsche Spieler, der Fußball änderte sich von italienischem Catenaccio zu Offensivspektakel. Und doch blieb der Aufstieg bislang verwährt, die Bilanz von Wollitz: Einmal 9. und einmal 6., zuoft verlor man in wichtigen Entscheidungsspielen die Nerven. Auch in dieser Saison lief es nicht so rund, nach einem fast perfekten Saisonstart (4 Siege in 5 Spielen) zog wieder der Schlendrian ein, nichts wollte mehr klappen, momentan ist Cottbus nur Neunter und schon ein ganzes Stück von der Spitzengruppe entfernt.
Man kann nur hoffen, dass Energie diesen Weg auch ohne Pele Wollitz weitergeht und nicht wieder in alte Tugenden verfällt und er vielleicht einmal den Durchbruch in der 1.Bundesliga schafft, denn dort gehört er absolut hin. Ansonten haben alle Cottbusfans wohl nur einen Gedanken: Schade, schade, schade...

Abseits - Grätsche - Tor

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